Prof. Thomas Gries zu „Das Recyclingproblem Kleidung“ in „Uni am Rathaus“

01.08.2022
Die Diskussionsteilnehmer auf dem Katschhof in Aachen, ganz rechts Prof. Thomas Gries Urheberrecht: © ITA

Die Diskussionsteilnehmer auf dem Katschhof in Aachen, ganz rechts Prof. Thomas Gries

 

Am 20. Juli diskutierte Prof. Thomas Gries ab 18 Uhr auf einer Podiumsdiskussion zum Thema „Textilien in der Kreislaufwirtschaft: Wird unsere Kleidung zum Problem?“ gemeinsam mit Sibylle Keupen, Oberbürgermeisterin der Stadt Aachen, Heiko Thomas, Beigeordneter für Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude der Stadt Aachen, und Professorin Marzia Traverso, Leiterin des Instituts für Nachhaltigkeit im Bauwesen der RWTH Aachen auf dem Katschhof. (s. Bild, Prof. Gries ist ganz rechts im Bild, Quelle: ITA).

Textilien sind – nach den Nahrungsmitteln – das zweitwichtigste Konsumprodukt in Deutschland: 20 bis 25 Kilogramm werden pro Kopf jährlich verbraucht. Davon entfallen 75 Prozent auf Kleidung, der Rest sind beispielsweise Windeln, Teppiche oder Haustextilien. Die Recyclingquote liegt allerdings bei nur einem Prozent. Wie lässt sich dieses Problem lösen? Was können Städte und Gemeinden, was die Wissenschaft tun? Ist es möglich, in Deutschland wieder regional erzeugte Kleidung im großen Stil zu produzieren? Der Strukturwandel eröffnet auch für die Textilindustrie Chancen auf Veränderung.

Zu diesen Themen zeigte Prof. Gries aktuelle Projekte und u.a., wie am ITA aus alten Wohndecken neue Textilien hergestellt werden. Das Verfahren greift eins der Hauptprobleme des Recyclings auf, die Aufbereitung gemischter Abfälle. Mit dem am ITA entwickelten Verfahren konnten aus gemischten Abfällen reine Acrylfasern zurückgewonnen und zu einem dort vorgestellten Kissenbezug verstrickt werden.

Eingeladen hatten das Bürgerforum RWTHextern und die Stadt Aachen zu dieser Podiumsdiskussion. Moderiert wurde die Veranstaltung von Jens Tervooren vom WDR.