ITA digitalisiert in Berlin – Schaufenstereröffnung im Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Textil vernetzt

24.04.2018
ITA Bereichsleiter Maximilian Kemper demonstriert interaktives Nutzerassistenzsystem Urheberrecht: © textil+mode

ITA Bereichsleiter Maximilian Kemper demonstriert interaktives Nutzerassistenzsystem, Quelle: textil+mode 

 

Was heißt Digitalisierung in der Textil- und Bekleidungsindustrie? Wohin kann der Wandel in der Branche führen? Und welche Hilfestellung erhalten hierbei insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU)? Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Textil vernetzt hat in der Berliner Geschäftsstelle seinen Showroom eröffnet, der KMU der Textil- und Bekleidungsindustrie Anregungen bietet, welche Möglichkeiten die digitale Transformation mit sich bringt.

Zur Eröffnung in Berlin am 19. April kamen interessierte Unternehmer sowie Vertreter aus Politik und Verbandlandschaften zusammen. Einleitende Grußworte kamen von Stefan Schnorr, Leiter der Abteilung Digital- und Innovationspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), und Ingeborg Neumann, Präsidentin des Gesamtverbandes textil+mode, der die Leitung des Kompetenzzentrums innehat.

Neben den Vorträgen aus Theorie, bat vor allem die Podiumsdiskussion zwischen Otto Fricke (FDP), ordentliches Mitglied im Bundesfinanzierungsgremium sowie im Haushaltsausschuss, und den beiden Textilunternehmern Sebastian Ihling, Alfred Apelt GmbH, und Peter Brunsberg, bagjack e. K., Einblicke in die Praxis. Im Gespräch mit Herrn Fricke, berichteten Herr Brunsberg und Herr Ihling über ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Thema Digitalisierung in der Textilindustrie.

Neben den Vorträgen aus Praxis und Theorie nutzte das Team von Textil vernetzt die Gelegenheit, sich und seine Leistungen im Rahmen der Partnerschaft genauer vorzustellen.

  ITA Institutsleiter Prof. Dr. Gries präsentiert den Schwerpunkt "Arbeit 4.0" des Schaufensters in Aachen Urheberrecht: © textil+mode ITA Institutsleiter Prof. Gries präsentiert den Schwerpunkt "Arbeit 4.0" des Schaufensters in Aachen

Mitarbeiter in den KMU beim digitalen Wandel mitzunehmen, hat sich das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen auf die Fahne geschrieben. So stellt ITA-Institutsleiter Prof. Dr. Thomas Gries die Wichtigkeit von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter dar, um Hemmnisse gegenüber Digitalisierung abzubauen. In einer Lernfabrik 4.0, dem Digital Capability Center, veranschaulicht das ITA anhand einer vernetzten textilen Prozesskette, u.a. unter Einsatz von Assistenzsystemen wie die digitale Transformation gelingen kann. Die Projektpartner der weiteren Schaufenster sind das DITF in Denkendorf, das STFI in Chemnitz und die Hahn-Schickard-Gesellschaft in Stuttgart.

Mittelpunkt des Showrooms von Textil vernetzt ist eine Stickmaschine, die den Nutzen des digitalen Wandels in der Textilindustrie veranschaulicht. Dank der völligen Vernetzung dieser Maschine können kundenindividuelle Produkte schnell und flexibel gefertigt werden. Am Exponat werden die Schwerpunkte von Textil vernetzt – digitales Engineering, vernetzte Produktion, Einsatz von Assistenzsystemen und smarte Sensortechnik – demonstriert. Führungen durch den Showroom sind für Mittelständler und Interessenten möglich.

Am 29. Mai eröffnete das ITA unter dem Themenschwerpunkt „Neue soziale Infrastrukturen der Arbeit, Qualifikation und lebenslanges Lernen“ sein Schaufenster im Digital Capability Center in Aachen. Zu diesem Event waren Interessenten aus Unternehmen, Vertreter aus Verbänden, Politik und Medien herzlich eingeladen. Die Pressemitteilung zur Eröffnung finden Sie hier.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Textil vernetzt ist Teil des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“, der vom BMWi initiiert wurde, um die Digitalisierung in KMU und dem Handwerk voranzutreiben. Unter www.textil-vernetzt.de finden Sie nähere Angaben zu Textil vernetzt.

Was ist Mittelstand-Digital?
Mittelstand-Digital informiert kleine und mittlere Unternehmen über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Regionale Kompetenzzentren helfen vor Ort dem kleinen Einzelhändler genauso wie dem größeren Produktionsbetrieb mit Expertenwissen, Demonstrationszentren, Netzwerken zum Erfahrungsaustausch und praktischen Beispielen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht die kostenlose Nutzung aller Angebote von Mittelstand-Digital.
Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de .