ITA auf der Techtextil 2019

10.05.2019

Das Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University, kurz ITA, präsentierte auf der Techtextil 2019 auf dem Stand der Firma Elmatex in Halle 3.0 Stand D05 u.a. seine Expertise im Bereich Ambient Lighting mit dem Demonstrator Lichttextilien, mit einem neuartigen Energiespeicher für Mobilitätsanwendungen (Modellfahrzeug für Brennstoffzellenantrieb), mit effizienter Textilproduktion (Sport-BH) und mit Aerospace-Materialien (MoonFibre):

  Demonstrator Lichttextilien Urheberrecht: ITA Ambient Lighting - Demonstrator Lichttextilien

Ambient Lighting - Demonstrator Lichttextilien

Mit dem Demonstrator Lichttextilien zeigte ITA ein Textil, das mit dem Einsatz lichtleitender Fasern (Polymeroptischer Fasern - POF) selbstständig leuchtet. Hierbei sind Lichtquelle von der leuchtenden Oberfläche getrennt. Dies eignet sich hervorragend zur Gestaltung beleuchteter Oberflächen im Interieur-Bereich, z.B. im Automotive oder Home-Sektor. Die textile Lösung bietet eine flexible, drapierbare Oberfläche mit einer weichen angenehmen Haptik auf einem begrenzten Bauraum. Das ITA leistet die Faser- und Prozessentwicklung. Schlüsselpartner ist die Firma Mentor GmbH & Co KG, Erkrath.

Hintergrund:

Der Demonstrator aus Polymeroptischen Fasern (POF) entstand aus einer laufenden Kooperation zwischen der Firma Mentor und dem ITA im Rahmen eines Promotionsrahmenvertrags. Bei diesem Projektmodehandelt es sich um eine Forschung & Entwicklung, die an eine Promotion am ITA oder beim Kooperationspartner geknüpft ist. Durch dieses Modell wird den Industriepartnern des ITA eine Möglichkeit zur gezielten Erforschung eines Themenfeldes sowie zur Ausbildung qualifizierter Mitarbeiter geboten. Weitere Informationen erhalten Sie über .

  Modellfahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb Urheberrecht: ITA Neuartiger Energiespeicher für Mobilitätsanwendungen - Ferngesteuertes Modellfahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb

Neuartiger Energiespeicher für Mobilitätsanwendungen - Ferngesteuertes Modellfahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb

Das ferngesteuerte Modellfahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb (RC-Car) ist ein emissionsfreier –Modell-PKW mit Leichtbautanks und Karosserie aus Faserverbundkunststoffen (FVK). Er besteht aus Bausätzen von Tamiya-Carson Modellbau GmbH & Co. KG und Horizon Fuel Cell Technologies Pte. Ltd.

Die Druckbehälter (Composite Pressure Vessel-CPV) des RC-Cars wurden vom ITA mit einer neuartigen Wickeltechnologie für Druckbehälter mit Carbonfasern auf einer Maschine der Firma Murata, Japan, umwickelt. Die CPV werden durch Multifilament-Wickeln hergestellt, das im Vergleich zum konventionellen Nasswickeln mehr Produktivität verspricht. Sie halten hohe Drücke z.B. von 700 bar aus und bieten eine deutliche Gewichtsersparnis im Vergleich zu Batterien. Die CPV ermöglichen einen emissionslosen Antrieb mit hohen Reichweiten auf Wasserstoff-Basis, der schnell betankt werden kann und ITAs Beitrag zur Mobilitäts- und Energiewende darstellt. Dazu tragen die CPV zu einer nachhaltigen Energiebilanz bei, da z.B. keine seltenen Erden wie bei einer Batterieproduktion benötigt werden.

Zielgruppe für die CPV ist der Transportsektor. In der Automobilindustrie bieten CPV die Grundlage für ein leichteres Antriebskonzept, da sie sich schneller aufladen lassen und ein größeres Leichtbaupotential als Batterien bieten. Für den Luft- und Raumfahrtsektor stellt die neue Wickeltechnik ein alternatives, schnelleres Herstellungsverfahren gegenüber dem Nasswickeln von Druckbehältern dar. Weitere Informationen erhalten Sie über .

  Effiziente Textilproduktion - Sport-BH Urheberrecht: ITA Effiziente Textilproduktion - Sport-BH

Effiziente Textilproduktion - Sport-BH

Mit dem Sport-BH zeigte ITA ein neuentwickeltes innovatives Verfahren, um dreidimensionale Gestricke auf Großrundstrickmaschinen ohne zusätzliche Trenn- und Fügeschritte hochproduktiv herzustellen. Großrundstrick ist deutlich schneller und effizienter als das bisherig verwendete Flachstrickverfahren. Dieses Verfahren ist somit ein Beispiel für die Anwendung eines neuen Produktionsprozesses.

Die Kleidungsstücke (hier am Beispiel eines Sport-BHs) können in einem Schritt nahtlos und individuell auf Maß geschneidert werden und sind damit ein Beispiel für einen Store-Factory-Ansatz, also eine kundenindividuelle just-in-time-Produktion in einem Fachgeschäft vor Ort. Dieser neue Prozess ist patentgeschützt und stellt eine Basis für eine Lizensierung dieser Technologie für neue Geschäftsfelder und weitere Branchen dar. Bisher gibt es diese Anwendungen im Automotive-Bereich. Weitere Informationen erhalten Sie über .

  Aerospace-Materialien: MoonFibre - Vom Gestein zum Textil Urheberrecht: ITA Aerospace-Materialien: MoonFibre - Vom Gestein zum Textil

Aerospace-Materialien - MoonFibre

Viele Nationen spielen mit dem Gedanken, eine Mondstation zu errichten, um den Mond als Rohstoffquelle, Forschungsstandort, Sprungbrett in das Sonnensystem und Tourismusziel zu nutzen. Doch der Transport des Materials für eine Mondstation ist sehr kostenaufwändig: die Transportkosten für das Material von der Erde zum Mond liegen bei 1 Million € pro Kilogramm, für eine Mondstation werden mindestens 450 Tonnen benötigt.

ITAs Lösung: direkt auf dem Mond produzieren! Mondgestein ist den Basaltfasern sehr ähnlich. ITA hat bereits einen Produktionsprozess zur Herstellung mineralischer Fasern entwickelt, die auf dem Mondgestein basieren. Bei MoonFibre nutzt das ITA diese Erfahrung für die Produktion von Fasern zur Verstärkung von dreidimensionalen Strukturen auf der Basis von Mondgestein und produziert die Fasern zum Bau der Mondstation direkt vor Ort. ITAs Ansatz wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert. Zusätzlich wird das Projekt durch Crowd-Funding gefördert. Weitere Informationen erhalten Sie .